Auf ein Neues...
von Konrad am 19.Jan 12:12 Uhr
Ich wünsche allen Besuchern meines Blogs ein gesundes, friedliches, erfolgreiches und zufriedenes Jahr 2010!
Seit gut 2 Wochen bin ich jetzt wieder in Rennes, habe die Prüfungen hinter mich gebracht und das 2. Semester begonnen (ja, in Frankreich gibt's keine Pause...).
Da hier noch nicht so viel passiert ist, gibt es heute nochmal einen kurzen Rückblick auf zweieinhalb wunderbare Wochen in der Heimat:

Weihnachtsmann mit fleißigen Wichteln

Weihnachten - Sünde kann so schön sein...
An Heiligabend waren wir dieses Mal in Leipzig bei meiner Tante und am nächsten Tag in der Dahlener Heide. Wie immer war praktisch die ganze Familie am Start und die Entwicklung meiner 2 kleinen Cousins zu sehen ist toll!
Winter in Sachsen
Jonas zeigt seinen gefürchteten Vorhand-Topspin
An Silvester war ich mit Jonas und seinen alten Schulfreunden in kleinem Kreise in Hartmannsdorf, südlich von Dresden. Während draußen Nebel und Schneetreiben herrschten, haben wir in einem super-gemütlichen und liebevoll-ausgestatteten alten und einsamen Bauerngehöft unter anderem Wii und Singstar gespielt.
Vom Winde verweht...
von Konrad am 13.Nov 15:01 Uhr
… war der Blog, könnte man meinen.
Aber nein, ich habe zwischen Umzugs- und Uni-Stress nur nie den richtigen Zeitpunkt gefunden.
Mal sehen, ob ich es irgendwann schaffe, Euch und den Blog regelmäßig mir Neuigkeiten zu versorgen… Vorerst bleibt es dabei, dass ich selten, wenn, dann aber richtig, schreibe. So auch heute.
Um das ganze ein wenig übersichtlicher zu gestalten, habe ich mehrere Einträge gemacht und nicht alles in einen einzigen gepackt.
Demnach findet ihr jetzt hier – jeweils mit Bildern gespickt –
einen kleinen Anfangsbericht über das Leben in Rennes;
Bilder von diversen Ausflügen in der Bretagne im September;
Sowie Bilder von meinem Ausflug nach Paris in den Herbstferien.
Am besten ihr fangt von unten mit dem Lesen an.
Besonders am Herzen liegen mir auch die beiden Texte im Bereich „Kreatives“, die ich heute online stelle:
„Im Nachtzug“ habe ich, wie es der Name vermuten lässt, auf der Strecke von Dresden nach Rennes Ende August geschrieben; während „Parallelwelt (Entwurf)“ in Paris entstanden ist.
Viel Spaß beim Lesen, vergebt mir das lange Warten und bitte kommentiert doch fleißig.
Paris- mon amour
von Konrad am 13.Nov 14:46 Uhr
Vorletzte Woche hatten wir hier Herbstferien (oder „Allerheiligen“-Ferien um genau zu sein) und ich bin mit Regina, auch eine deutsche Kommilitonin zu Freunden von uns nach Paris gefahren, bei denen wir jeweils 2 Nächte kostengünstig und herzlich-umsorgt logieren konnten.
Arc de Triomphe
Sacré-Coeur, Montmartre
Für mich war es das erste Mal in Paris (man glaubt es kaum, so oft, wie ich schon in Frankreich war) und von daher etwas ganz besonderes. Wir haben deswegen vor allem die wesentlichen (touristischen) Plätze und Monumente besucht und es war ein merkwürdiges, aber schönes Gefühl, all die weltbekannten Bauwerke mal in Echt zu sehen, die ich schon so oft auf Postkarten oder bei Tour de France-Übertragungen gesehen hatte.
Regina, Champ de Mars, Tour Eiffel
Notre-Dame am Abend
Mit dem Wetter hatten wir absolutes Glück – es war eine strahlende spätherbstliche Woche und die französische Hauptstadt gegen Nachmittag in ein atemberaubendes Licht getaucht.
Herbst in Paris
Place des Vosges
Insgesamt eine wirklich wunderbare und intensive Woche, auch wenn es natürlich eine riesige, menschen- und touristen-überfüllte Großstadt bleibt, aber ich bin fest entschlossen, wieder hinzufahren, um dann auch mit etwas mehr Zeit und Ruhe, die Pariser Atmosphäre aufzunehmen.
Ausflüge in der Bretagne
von Konrad am 13.Nov 14:38 Uhr
Gerade während des SAS-Kurses zu Beginn haben wir unsere noch vorhandene Freizeit, sowie die letzten warmen Sommertage genutzt, um die Bretagne ein wenig kennen zu lernen.
Wenn ich „wir“ sage, dann meine ich damit meine acht deutschen Kommilitonen und mich.
Blick von vorgelagerter Insel bei Ebbe
Die Gorch Fock vor Anker im Hafen
St. Malo ist mit dem Zug in nicht mal einer Stunde zu erreichen und als ehemaliger englischer Kurort zwar sehr touristisch, dafür aber auch sehr schön und mit reicher Historie. Den Einfluss der Gezeiten ist hier ziemlich stark und es gibt sogar eine Mauer mit Turm, die bei Ebbe zum Freibad mit Sprungturm wird.

Strand-Picknick unter Freunden
Sonnenaufgang am Sonntagmorgen
Nur eine Woche später waren wir zu fünft auf dem Cap Fréhel und haben ein traumhaftes Wochenende auf einem Campingplatz verbracht. Wir waren baden, haben am Strand gepicknickt, ich bin zu einem Leuchtturm gewandert und Sonntagmorgen sind wir extra für den Sonnenaufgang um 6 Uhr aufgestanden….
Benoît und Ich
Bucht und Hafen von Brest
Gemeinsam mit Emilie, die mich während ihrer Ferien für ein verlängertes Wochenende besucht hat, sind wir über die Nordküste zu Benoît, einem Freund aus Eichstätt, nach Brest gefahren. Am nächsten Tag hat er uns einige schöne, weil verlassene und raue Küstenabschnitte im Finistère (Spitze der Bretagne – wörtlich „Ende der Welt“) gezeigt, bevor wir Sonntag über die Südküste wieder langsam zurückgefahren sind.
Bienvenue à Rennes
von Konrad am 13.Nov 14:25 Uhr
Seit Ende August bin ich jetzt also in Rennes. Nach 2 Wochen Intensiv-Vorbereitungskurs (SAS) fing die Uni dann eher schrittweise an und ist mittlerweile recht fordernd, da komplett auf Französisch, wir auch ausnahmslos wie Franzosen behandelt werden und ich mal wieder viel zu viele Dinge (nebenbei) mache… „Uni“ ist eigentlich der falsche Ausdruck, da das IEP (Institut d’Études Politiques) als staatliche Elite- Schule („Grande École“) mit insgesamt nur etwa 600 Studenten doch eher klein ausfällt.

Innenhof "Grand Cloître" des IEP

Historische Häuser im Zentrum
Rennes ist als Stadt wirklich wunderbar. Ich genieße die Vorzüge der kleinen Großstadt im Vergleich zu Eichstätt, gleichzeitig bleibt alles überschaubar, mit dem Rad bequem zu erreichen und durch viele Studenten und Schüler sehr jung und lebendig. In der Innenstadt ist immer etwas los, es gibt Oper, verschiedene Theater und Kinos und die grüne, leicht hügelige Umgebung sowie das Meer in 60 km Entfernung laden zu (Rad-)Ausflügen ein.

Wochenmarkt "Marché des Lices"

Parlament der Bretagne
Gemeinsam mit Maike und Anne-Laure, die ich aus Eichstätt kenne, läuft es super in unserer sehr hübschen und geräumigen WG. Dank der Mädels mache ich immer wieder tolle kulinarische Entdeckungen und habe meinen Spaghetti-Verzehr im Vergleich zu Eichstätt extrem zurückgefahren….
Hier wohnen wir; ruhig und im Grünen

Wohnzimmer während der Wahl-Party
Studieren- wo Andere Urlaub machen
von Konrad am 30.Jun 11:58 Uhr
Als wir vor mehr als 2 Wochen das letzte Mal gutes Wetter in Eichstätt hatten (Ja, ich rege mich auf!), profitierten Maike und ihr Freund Mathias, Anja und ihr Bruder Martin sowie Martin und ich davon und nutzten die Vorzüge unseres Studienortes mal vollständig aus:
Einen halben Tag lang mieteten wir uns Boote und fuhren damit zunächst die Altmühl hinauf bis etwas weiter als Wasserzell, wo Martin und ich auch offziell für dieses Jahr angebadet haben.
Jedem der hierher kommt sei so eine Paddeltour wärmstens empfohlen! Die Strömung ist vernachlässigbar, das Tal grün und sauber und die Altmühl naturbelassen und voll beeindruckender Flora und Fauna.
Am Abend waren wir dann noch grillen – so stelle ich mir ein Sommersemester vor!
Außerdem haben wir mit einem Politikwissenschaft-Team bestehend aus unserem deutsch-französischen Studiengang und den Kommilitonen von Politik und Gesellschaft beim alljährlichen UNI-Fußballturnier, dem Präsi-Cup, teilgenommen.
Nach einem überzeugendem 4-1 zum Auftakt gegen die Dozenten, gab es gegen den Topfavoriten Wirtschaftsfakultät Ingolstadt die Woche darauf eine 6-1 Klatsche, die aber etwas zu hoch ausgefallen war.
Das entscheidende letzte Gruppenspiel gegen die Geografen (inkl. hochkarätiger nicht-geografischer Unterstützung!) ging dann leider 2-0 verloren, sodass wir uns nicht fürs Halbfinale qualifizieren konnten.
Insgesamt aber eine schöne Sache bei der man auch mal Leute näher kennen lernen konnte, mit denen man vorher nicht soviel zu tun hatte.
Heimatbesuch über Pfingsten
von Konrad am 7.Jun 17:09 Uhr
Ziemlich kurzfristig hatte ich mich entschlossen über Pfingsten statt nach Frankreich mal wieder nach Hause zu fahren – das erste Mal seit dem Jahreswechsel.
Es traf sich gut, dass Jonas und sein Kommilitone Philip auch eine Woche Urlaub in Sachsen machten und bei meiner Mutter schliefen, sodass ich meinen Bruder auch mal wieder sehen konnte.
Das Programm der folgenden Tage war dann ziemlich voll – fast ein bisschen wie das Abhaken der Treffen mit verschiedenen Leuten, aber deswegen sehr intensiv und schön.
Sonntagvormittag haben wir uns zu dritt die Stadt angeschaut, die sich nach wie vor stark verändert. Meiner Meinung nach aber leider in eine falsche Richtung: Die großen Plätze (Altmarkt und Postplatz) wirken noch größer, leerer und verplanter denn je. Anstatt übersichtliche, belebte, mit Cafés besetzte Plätze nach südländischem bzw. historischem Vorbild zu schaffen, entstehen die Steinwüsten im wahrsten Sinne des Wortes und fragwürdige „Kunstwerke“ wie ein rot-umrandeter Wasservorhang sollen dies kaschieren – verschlimmern es aber nur noch. Das wirkt kalt, einfallslos, übertrieben. Am schlimmsten ist der Postplatz, welcher Zwinger und Theater schutzlos stehen lässt, auf einer Seite immer noch von „Dresden grüßt seine Gäste“-DDR-Bauten eingerahmt wird und auf der anderen Seite von ebenso architektonisch einfallslosen Einkaufszentren. Der negative Höhepunkt ist wohl die 30m-Stahlsäulen-Konstruktion der neuen Riesen-Haltestelle.
Apropos Einkaufszentrum: Davon werden jetzt wieder zwei gebaut. Noch größer, Lebensraum Innenstadt beschneidend; dazu das neue Karstadt – Arcandor, Hertie, Kaufhof; Krise – war da nicht was?
Am Abend habe ich mich zunächst mit Helen und dann noch mit meinen alten Schulfreunden Caro, Elfi, Natalie, Kai und Basti getroffen, mit denen wir den Abend bei lecker Cocktails in der Neustadt ausklingen lassen haben. War echt super, entspannt und überraschend vertraut.
Montag bin ich mit meinem Vater und seiner Freundin zu meinen Großeltern in den Garten im Erzgebirge gefahren. Sie wussten nicht, dass ich komme und haben sich sehr gefreut und auch ich war froh, sie mal wieder zu sehen. Wie immer wurden wir hervorragend verköstigt!
Der fast schon traditionelle Spaziergang durch Lauter mit Besuch des Friedhofes wurde für mich dieses Mal überraschend emotional. Ich bin eine Weile am Soldatengedenkstein in Gedanken versunken – Gedanken für Männer, Väter und Söhne, die aus ihren Familien gerissen wurden, um im Namen größenwahnsinniger Regenten fernab der Heimat mit ihrem Leben zu bezahlen. Krieg… warum?
Wieder in Dresden habe ich am Abend Tina, Tom und Nino besucht und konnte zum ersten Mal auch die kleine Lola im Arm halten – sehr süß, wenn auch etwas anspruchsvoll.
Beendet habe ich den Abend mit Alex, mein ehemaliger Banknachbar, im Großen Garten bei einem Bier und wie immer sehr schönen Gesprächen. Dabei habe ich die Gläserne Manufaktur mal richtig bewusst wahrgenommen und musste feststellen, das Dynamo-Stadion wird eine richtige Arena!
Bevor ich Dienstagnachmittag zurück nach Eichstätt gefahren bin, war ich mit Jonas noch bei meinen anderen Großeltern, ebenfalls im Garten – diesmal brandenburgisch-sächsische Grenze. Auch hier war es wieder sehr schön und wir hatten Glück, da auch meine Tante und Onkel mit meinen beiden kleinen Cousins da waren. Torben (4) redet schon wie ein Großer und ist für allerlei Schabernack zu haben, während Klein-Arne (8 Monate) die Welt ruhig und selbstzufrieden durch seine großen Augen betrachtet, mittlerweile aber auch schon krabbelt.
Es war auf jeden Fall schön, die alten Verbindungen mal wieder aufzufrischen bzw. die Wurzeln zu gießen und die Reise auf jeden Fall wert.
Beaumotte- Strasbourg und Karlsruhe
von Konrad am 18.May 00:28 Uhr
Letztes Wochenende hat das Centre de Beaumotte - dort, wo ich meinen Freiwilligendienst gemacht habe - 30-jähriges Bestehen gefeiert. Dazu bin ich Freitagvormittag von Eichstätt aufgebrochen und habe gleich erstmal den ersten Zug verpasst.
In diesem Zusammenhang wurde mir klar, dass auch die kleinsten Ereignisse zu „großen Verschiebungen“ führen können. Hätte ich mich bei der Eingabe meiner Geheimzahl am Fahrkartenautomaten nicht vertippt, hätte ich den Zug wohl noch bekommen - das war eine Sache von weniger als 10 Sekunden. Doch diese 10 Sekunden haben sich über die gesamte Strecke zu 1 Stunde Wartezeit, 2 Stunden Fahrzeit und 20 Euro zusätzlich ausgeweitet...
Aber gut, gegen 22 Uhr war ich dann doch wieder in dem Haus, in dem sich der Großteil des vielleicht aufregendsten Jahres meines Lebens abgespielt hat - ein merkwürdiges Gefühl.
Es gab natürlich ein großes Hallo und ich war auch wirklich sehr glücklich, all die mir lieben Freunde und Menschen wieder zu sehen, die Teil meines Lebens waren: Emilie, Greg, Paola, Line … um nur einige zu nennen.
Un bon repas franc-comtois
Joyeux Anniversaire, Beaumotte!
Samstag und Sonntag haben wir (etwa 200 aktuelle und ehemalige Angestellte, Volontäre und „Betreute“; sowie Freunde, Verwandte [Emilie’s Familie] und Unterstützer) uns letztlich nur von einem leckeren Essen zum nächsten gerollt… unglaublich; ich hatte vergessen, wie die Franzosen das Essen zelebrieren!
Auf dem Programm standen aber auch eine Schnitzeljagd durch die Geschichte Beaumottes, Konzerte, Musik und Tanz, kleinere Gartenarbeiten sowie natürlich diverse Reden und viel, viel Smalltalk. Dieser hat mich am Ende (zusätzlich zu den Reisestrapazen) ziemlich erschöpft. Natürlich freut man sich, alle Leute wieder zu treffen und sie freuen sich auch, aber wenn man zum zehnten Mal freundlich auf Französisch erklären muss, was man jetzt macht, was man werden will und wo Eichstätt liegt, dann schafft das einfach…
Nichtsdestotrotz war das Wochenende viel zu schnell vorbei und Sonntagabend bin ich von Besancon nach Strasbourg gefahren, um mich mit einer Exkursionsgruppe von Politikstudenten der KU Eichstätt zu treffen.
Den Abend verbrachten wir bei Flammenkuchen, Bier aus dem Elsass und (teilweise wüsten, aber auch Kinder-)Gesängen in einer der vielen Kneipen der Innenstadt.
Am Vormittag des Folgetages stand der Besuch des Europarates (ER)[http://www.coe.int/T/D/Com/Europarat_kurz/] (nicht zu verwechseln mit der EU!) auf dem Programm mit Besichtigung des Plenarsaals und sehr interessantem Gespräch mit einem Deutschen, der für den ER arbeitet.
Etwas später am Tag haben wir noch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte besuchen dürfen, welcher die Achtung der Europäischen Menschenrechtskonvention in den Mitgliedsstaaten des ER überwacht und Fälle wie „Gäfgen gegen Deutschland“ (Stichwort Jakob von Metzler-Entführung und angedrohte Folter) verhandelt.
Plenarsaal des ER
Verhandlungssaal des EGMR
Am Nachmittag konnten wir Strasbourg etwas ausgiebiger besichtigen, was ich bei gutem Wetter natürlich gern nutzte. Die Stadt ist wirklich sehr schön, viel schöner und vor allem „französischer“, als ich sie mir ausgemalt hatte. Der Rhein und seine Nebenarme sorgen für Natur und Grüne, die Innenstadt ist immer voller Leute, mit kleinen verwinkelten Gassen, aber auch mit großen Einkaufsstraßen und weiten Plätzen. Das Hauptgebäude der Universität erinnert –zumindest im Foyer - eher an ein Museum, Theater oder einen epochalen Herrschaftsbau. Ausklingen ließen wir den Abend dann bei Käse, Baguette und Cidre auf dem Vorplatz des äußerst schicken Bahnhofs bevor wir uns noch einmal ins Nachtleben stürzten und eine Latino-Bar ordentlich aufmischten.
Foyer der UNI Strasbourg (!)
Gare de Strasbourg
Am Dienstagmorgen ging es dann – bei leider sehr schlechtem Wetter - weiter nach Karlsruhe; vorbei am abgebrannten Zollhäuschen und über den „Pont d’Europe“ – beide ja einschlägig vom NATO-Gipfel bekannt. Frankreich wieder zu verlassen, war schon schwer… Mit ihm auch all die Freunde wieder weiter von mir weg zu wissen und all die Kultur und das Leben, das für mich nach wie vor etwas von Urlaub und Genuss hat.
In Karlsruhe angekommen, bewunderte ich Gründervätergrabpyramide und Fächerstraßenanordnung, weitläufigen Campus und das wirklich sehr hübsche Schloss. Im Anschluss stand das „Gewissen Deutschlands“ auf dem Besuchsprogramm – das Bundesverfassungsgericht. Eine Mischung aus Hochsicherheitstrakt und Transparenz; Polizeistreife und altertümlicher Eisenringkettenbegrenzung; aus abgehobenem Juristenhort und bürgernahem Grundrechtsbewahrer; viel Kompetenz aber auch viel macht – sehr ambivalent.
Wir durften den Verhandlungssaal besichtigen, sowie den „Plenarsaal“ mit Ölgemälden der ausgeschiedenen Präsidenten und von unserem Guide einige pikante und lustige Details über die Verfassungsrichter und ihre Macken.
Verhandlungssaal BVerfGericht
Schloss Karlsruhe
Auf der zuckeligen Rückfahrt war genug Zeit alles Revue passieren zu lassen – ein absolut ereignisreiches Wochenende, Wiedersehen mit Freunden, französische Kultur genießen, Städte kennen lernen, Wissenswertes erfahren, Horizonte erweitern, Meinungen hören, Ansichten debattieren, Zukunftsperspektiven ausloten. Wunderbar…!
Ferien vorbei - das Semester beginnt
von Konrad am 4.May 18:22 Uhr
Hallo liebe Leser.
Seit nunmehr 2Wochen läuft jetzt die UNI wieder, nach 2 Monaten Ferien.
Passend dazu nehme ich auch das Schreiben am Blog wieder auf und habe mir fest vorgenommen, diesmal öfter was von mir hören zu lassen.
Ein komisches Gefühl, wieder regelmäßig Verpflichtungen und Termine zu haben; so wirklich euphorisch bin ich nicht, aber ich muss auch zugeben, dass die Abhängerei der letzten Zeit auch mal ein Ende haben muss.
Und ein mit Studenten gefülltes Eichstätt im Sommer wird bestimmt klasse! :-)
Nichtsdestotrotz waren die Ferien schon auch wirklich schön!
Herrausragend dabei der Winterurlaub in Italien, Alto Adige (Südtirol) an der Sella Gruppe mit Familie und Freunden. Eine Woche lang Sonne pur, viel Schnee, beeindruckende Panoramen und viel viel Fahrspaß.

Dolomiten wie aus dem Bilderbuch

Method backside Grab ^^
Noch vorher habe ich Maike in Düsseldorf besucht, um mir Karneval mal in seiner ganzen Pracht und aus nächster Nähe anzuschauen. Es war in der Tat sehr lustig, auch wenn ich mich nicht mehr an alles erinnere ;-). In Köln war ich, als der FC in München gewonnen hat und auch Düsseldorf hat mir Maike gezeigt. Insgesamt muss ich sagen, dass die Ecke vom Rheinland, die ich da gesehen habe, wirklich sehr schön ist und Karneval wirklich ein lustige Sache mit vielen ausgelassenen Menschen. Leider war das Wetter ziemlich mies.
"Ja sind wir im Wald hier? - Wo bleibt unser Altbier? - Wir haben in Düsseldorf die längste Theke der Welt - ja ja ja jaaa!"
Ich, Marius, den wir vor Ort kennengelernt haben und der mit seinen Kumpels als Polizist verkleidet war Maike und Anna
¿Qué quieres, hombre? ¡Somos mexicanos!
Über Ostern war ich mit meinem Vater und Jonas das erste Mal seit meiner Rückkehr im September wieder in Frankreich; im Elsaß. War ein schönes Gefühl, wieder all die kleinen Sachen zu entdecken, die das Nachbarland von uns unterscheiden.
Dazu hatten wir in einer blühenden Landschaft zwischen Vogesen und Oberrheinebene durchweg tolles Wetter und haben das zu zwei sehr schönen Radtouren genutzt.

Jonas und ich erschöpft auf dem Col du Firstplan
Am zweiten Tag, nahe Mulhouse. Im Hintergrund der Grand Ballon d'Alsace.
Ansonsten war ich das Semester über in Eichstätt, habe zwar viel geschafft, was ich mir vorgenommen hatte, aber längst nicht so viel, wie drin gewesen wäre... Aber naja, so ist das halt, wenn man Sachen machen KANN und nicht MUSS.
Mit diesem Beitrag kann ich dann auch gleich ankündigen, dass ich gestern eine neue Kategorie hinzugefügt habe - Sport. Aber auch die beiden anderen sind immer einen Besuch wert und werden von mir in naher Zukunft wie gesagt hoffentlich häufiger gefüllt.
Ich würde mich freuen, wenn ihr immer mal vorbeischaut und vielleicht auch mal einen netten (oder kritischen) Kommentar da lasst.
Soweit für den Moment,
Euer Konrad.
Endlich (in) Eichstätt
von Konrad am 7.Dec 20:23 Uhr
So, lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen, jetzt gibt's wieder News und zwar die geballte Ladung von 2 Monaten Eichstätt:
Alles begann mit dem Umzug Anfang Oktober, den ich in Eigenregie und mit Mutti's Auto bewerkstelligte.
Hier vor Ort musste ich dann nur ein Bett, einen Stuhl und allerlei Kleinkram kaufen.
Gerade zu Anfang war das Altmühltal eine traumhafte Herbstlandschaft, was ich auf dem Weg zur UNI oder mit dem Rad erkunden konnte.
Auch meine lieben Komillitonen habe ich schnell gut kennen und lieben gelernt, hier Fotos von nur einer von vielen Aktionen: Sonntagsbrunch mit anschließender Herbstwanderung.
"Politische Gratwanderung"
Am letzten schönen sonnigen Wochenende waren wir in München, haben touristisch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert und Freunde bei der Polizei gefunden (Insider!).
Mittlerweile ist aber der Winter eingekehrt und teilweise lag Eichstätt unter einer Schneedecke, die bei Sonne echt klasse aussah.
Daher finden die Meetings meist drinnen statt und werden begleitet entweder von gutem Essen und einem Geburtstag oder Alkohol, lauter Musik und viiieeeelll guter Laune!

Electro meets Mercedes Benz, Alter!
Mir geht's super und bald ist Weihnachten.
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